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Autor: kola 07.02.2026

Freikirche der Siebenten Tags Adventisten in Landshut - Frau unter Regenschirm

Hab keine Angst, ... ich selbst beschütze dich. 1. Mose 15,1 (Hoffnung für alle)

Der Wiener Chirurg Raimund Jakesz ist der Überzeugung, dass in der Bibel sogenannte heilsame Codes zu finden seien - Aussagen und Begebenheiten, die eine heilende Kraft entwickeln können.

Als Schlüsselwort bezeichnet er die Zusage: „Fürchte dich nicht!“, oder: „Hab keine Angst!“ Dieser Ermutigungsappell taucht überall in der Heiligen Schrift auf. Er findet sich in der Patriarchenzeit (1 Mo 15,1) und reicht bis in die Epoche der ersten Christen (Offb 1,17).

Was oft als Zusage für äußere Bedrängnisse gilt, bezieht der Arzt auch auf die Heilkunst. Angst, die mit jeder schwerwiegenden Diagnose verbunden ist, schwäche den Patienten und verhindere den Heilungsprozess. Ein ermutigendes Wort dagegen, wie „Hab keine Angst“, wecke Hoffnung und Zuversicht, die den Heilungsvorgang unterstützt.

Die Ansicht, dass religiöse Verheißungen eine positive medizinische Wirkung hätten, wird von aktuellen Studien gestützt. Von 212 Untersuchungen, die über den Einfluss religiöser Faktoren auf die Gesamtsituation eines Kranken angestellt wurden, hätten 160 der Religion eine günstige Wirkung zugeschrieben (Salzburger Nachrichten, 28.04.2015, S.9).

Verkrampfter Legalismus oder weltfremde Mystik seien eher schädlich. Hilfreich jedoch seien kindliches Gottvertrauen, Gebet, Bibellesen und Geborgenheit in einer Gemeinschaft. Als Beispiel nennt der Arzt die Heilungswunder des Neuen Testaments. Die Ärzte der damaligen Zeit konnten nicht helfen und die Menschen setzten ihre letzte Hoffnung auf den Mann aus Nazareth, von dessen Taten sie gehört haben mussten. Im Vertrauen auf seine Heilkraft suchten sie seine Berührung.

Die moderne Medizin weiß um den engen Zusammenhang von Körper und Seele. Das biblische Ganzheitsdenken setzt sich mehr und mehr durch. Das Menschenbild der Bibel umfasst aber überdies die Dimension des Glaubens. Wer mit Gott rechnet und ihm vertrauensvoll sein Herz öffnet, dem stehen Wege des Halts, der Hilfe und der Hoffnung offen. So kann religiöses Heil zu seelischer und leiblicher Heilung beitragen: „Dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden“ (Mk 5,34).

Hans Heinz

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung 

Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.

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