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Eine Welt in Not – ein Gebet der Hoffnung

Autor: kola 31.01.2026

Freikirche der Siebenten Tags Adventisten in Landshut _ Feuerroter Himmel beim Sonnenaufgang

Amen, ja, komm, Herr Jesus! Offenbarung 22,20

Ich bin in einem christlich-adventistischen Umfeld aufgewachsen. Sowohl in der Familie als auch in der Gemeinde begegnete mir damals häufig das Thema „Jesu baldige Wiederkunft“. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass es mich besonders beeindruckt hätte. Nur eines weiß ich noch genau: In mir hegte ich den Wunsch, dass die baldige Wiederkunft nicht ganz so bald passieren möge, denn ich liebte als Kind und Teenager Sport und Spiel. Mit der Wiederkunft, so befürchtete ich, wären diese Freuden dahin.

Inzwischen bete ich: „Komm, Herr Jesus!“ Warum jetzt? Die Tatsache, dass ich einen deutschen Pass besitze, garantiert mir eine soziale Grundversorgung. Es geht mir wirtschaftlich gut und meine Gesundheit bewegt sich meinem Alter entsprechend im grünen Bereich. Ich kann ehrlichen Herzens sagen, dass mir der Glaube an Jesus Christus das Wichtigste ist. Er sichert mir ewiges Leben zu. Zusammengefasst bedeutet das: Das Leben in dieser Welt bereitet mir nach wie vor viel Freude. Was also bewegt mich dann, so zu beten: „Ja, komm, Herr Jesus!“

In den vergangenen Jahren habe ich immer mehr Flüchtlinge persönlich kennengelernt. Darunter sind junge Menschen, die alle Angehörigen verloren haben. Andere bangen um das Leben von Verwandten in Kriegsgebieten. Dazu kommen noch die gefährliche Fahrt von Männern, Frauen und Kindern übers Meer nach Europa und erschreckende Bilder und Berichte über Flüchtlingslager. Und ich kann an alledem nichts ändern. Das bewegt mich, immer dringlicher zu bitten: „Ja, komm, Herr Jesus!“

Nicht zu vergessen sind außerdem die unzähligen verfolgten Christen. Sie werden in ihrer Not beten: „Ja, komm, Herr Jesus!“, und um ihretwillen möchte ich in diese Bitte einstimmen. Außerdem scheint eine regelrechte Angstpsychose weite Teile der Welt erfasst zu haben. Man fürchtet Terroranschläge und ist inzwischen bereit, auf dem „Altar der Sicherheit“ wichtige Freiheiten zu opfern.

Das und noch andere Entwicklungen haben in mir den Wunsch wachsen lassen, den Herrn zu bitten, bald zu kommen. Es gibt keine Alternative, um die globalen Gefahren dauerhaft in den Griff zu bekommen, so sehr wir uns auch punktuell darum bemühen. Die wachsende Not in der Welt sollte uns dazu veranlassen, das letzte Gebet der Bibel zu verinnerlichen.

Wilfried Krause

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung 

Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.

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