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19-03-03 Du weißt den Weg für mich – das ist genug

Autor: caspar 03.03.2019

Lass mich schon früh am Morgen erfahren, dass du es gut mit mir meinst, denn ich vertraue dir. Zeige mir, wohin ich gehen soll, denn nach dir sehne ich mich. Psalm 143,8 (Hoffnung für alle)


Na, die Woche sollte ja gut anfangen. Montagmorgen, acht Uhr: Gespräch mit den Chefs. Ich wusste grob, worum es ging; von dem Gespräch hing viel ab. Der Ausgang war ungewiss. Es war ein quälendes Wochenende, nachdem ich am Freitagabend von diesem Gespräch erfahren hatte. Die erste Nacht war noch ruhig, aber in der zweiten Nacht kamen die Fragen und wirren Gedanken: Was wäre, wenn ...? Was, wenn nicht ...? Wie könnte mein Plan B aussehen?


Am Sonntagabend ging ich noch mal mit dem Hund raus und sah, dass auf den Scheiben der geparkten Autos Tau lag. Der Wetterbericht hatte minus sieben Grad angesagt. In meiner abendlichen stillen Zeit legte ich Gott noch einmal alles dar. Bat ihn um Rat und Wegführung. Ich erinnerte mich an Gideon und bat Gott um ein deutliches Zeichen. Wenn die Scheiben der Autos morgen früh vereist ich diesen Weg, wenn die Scheiben frei sind, orientiere ich mich beruflich in die andere Richtung. Vor dem Einschlafen sang ich noch zwei Lieder: „Weiß ich den Weg auch nicht" (ghs 402) von Hedwig von Redern mit einer sehr bewegenden Entstehungsgeschichte, und „Lass mich am Morgen hören deine Gnade" (ghs 560).


Ich schlief sehr ruhig ein und hatte eine erholsame Nacht, aber schon beim Aufwachen klopfte mein Herz sehr heftig: Was würde ich draußen vorfinden? Vom Fenster aus konnte ich die Autos nicht sehen, also wartete ich noch geduldig ab bis nach der Andacht und dem Frühstück, welche Entscheidung mich draußen erwartete. Die Scheiben waren nicht vereist und mir war klar, wie ich in das Gespräch gehen und welche innere Einstellung ich annehmen sollte. Gott sei Dank, Lobpreis und Ehre! Ein sehr segensreiches Gespräch folgte.


In Sprüche 3,5 steht: „Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem HERRN!" (Hfa) Aber genau das müssen wir auch tun und nicht nur davon reden. In der dritten Strophe sagt Hedwig von Redern: „... drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug, du weißt den Weg für mich – das ist genug."


Holger Hentschke


© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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