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19-10-13 von innen leuchten

Autor: caspar 21.08.2019

Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat. Galater 2,20 (Hoffnung für alle)

Oft fragen Menschen einander: „Wie geht es dir?" Nicht selten ist das als schneller, unverbindlicher Gruß gemeint; eine ehrliche Antwort wird kaum erwartet. Falls ich dennoch dem anderen meine Probleme offenbaren sollte, kann es sein, dass er plötzlich abschaltet. Also habe ich mich auch daran gewöhnt, höflich, aber kurz zu erwidern: „Danke, gut!" Oder: „Na ja, man lebt ..." „Wie geht es dir?", wird auch Paulus gefragt, als er im Gefängnis sitzt. Seine Antwort: „Dem Evangelium geht es gut! Wir kommen voran!" Interessant: Die Frage versteht Paulus offenbar völlig anders. Wieso reagiert er so anders als wir? Warum antwortet er so vermeintlich unpersönlich? Liegt es an der anderen Zeit, einem anderen Denken? Oder ist seine Antwort in Wirklichkeit höchst persönlich? Für uns scheint die Verkündigung des Evangeliums meist nur ein Teil unseres Lebens zu sein – und nicht unbedingt der wichtigste. Für Paulus ist sein ganzes Leben ein Teil dieser frohen Botschaft. Er kann nicht von sich persönlich reden, ohne zugleich vom Evangelium zu sprechen. „Mein ganzes Leben ist nun untrennbar mit Christus verbunden" – das meinte er, als er die obigen Sätze schrieb. Dieser Apostel hat gelernt: Äußerliche Schwierigkeiten oder gar Anfeindungen bieten eine neue Chance für die Verkündigung der christlichen Botschaft. Gerade sein Gefängnisaufenthalt bringt ihm neue Zuhörer, es hören ja auch Mitgefangene und Bewacher von Christus – Menschen, an die er sonst nie herangekommen wäre. Wie überrascht war ich selbst, als ich vor Jahren eine ältere Dame meiner Gemeinde im Krankenhaus traf. Strahlend berichtete sie, dass sie ihren Bettnachbarinnen von unseren Gottesdiensten und Bibelstunden erzählt habe und ihnen nun jeden Morgen die Losung vorlesen dürfe. Ich sah zu den Nachbarinnen hinüber und blickte in ihre fröhlich nickenden Gesichter. Solche „Glaubenszeugnisse" wenden die Situation und schaffen eine Atmosphäre, die zum Glauben führt! Albrecht Höschele

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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