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Jesus nimmt die Sünder an

Autor: kola 24.01.2026

Freikirche der Siebenten Tags Adventisten in Landshut _ Ein Schneemann mit Haaren und Karottennase

Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Matthäus 9,12

Eine merkwürdige Tischgemeinschaft ist das! Da sitzt Jesus mitten unter den Zöllnern, die doch bekannterweise als Sünder verrufen sind. Sofort kommt vonseiten der Frommen die tadelnde Frage: „Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?“ (V. 11) Durch diese Beschuldigung deuten sie an, dass Christus gern mit Sündern und nicht mit besonders geistlichen Menschen verkehrt und sich an ihrer Lebensweise nicht stört. Die Rabbiner sind enttäuscht. Wie kommt es, dass jemand, der einen so edlen Charakter bekundet, nicht mit ihnen verkehrt und ihre Lehrmethoden nicht befolgt? Warum geht er so vermeintlich anspruchslos umher und wirkt unter allen? Wenn er ein wahrer Prophet wäre, sagen sie, so würde er im Einklang mit ihnen sein und die Zöllner und Sünder mit Gleichgültigkeit behandeln, wie sie es verdienten.

Ja, warum ist Jesus dort? Doch sicher nicht um des Essens willen, sondern um etliche von ihnen aus ihrer Sündennot zu erretten. Wir sehen Matthäus, der früher Zöllner war, dort sitzen. Er ist glücklich, seitdem er in der Nachfolge Jesu stehen darf. Was macht es aus, dass er zuvor ein Sünder gewesen war? Sind wir nicht alle aus der Knechtschaft der Sünde gekommen und freuen uns darüber, dass wir Gottes Kinder sind?

Jedes Gotteskind ist dankbar und froh, wenn es aus dem Dreck der Sünde gezogen und auf festen Grund gestellt ist. Wie freut sich der Arzt, wenn ein Patient über den Berg ist. Die Gesunden bedürfen seiner nicht, die beschäftigen ihn in seiner Eigenschaft als Arzt auch weniger. Vor Gott aber ist jeder Mensch sündenkrank und braucht seine Hilfe. Deshalb kam Jesus in unsere Welt.

Die Gläubigen sind beauftragt, die frohe Botschaft weiterzusagen. Wir sind nicht deshalb Glieder der Gemeinde, um uns in guter, angenehmer Gesellschaft zu befinden. Natürlich kann dies auch ein Grund zur Freude sein, aber wir haben ja eine ganz besondere Aufgabe erhalten. Wir sollen Verzagte und Gestrandete aufnehmen und zu Christus führen, damit sie von ihm geheilt werden. Wir wollen seinem Vorbild nacheifern. Jesus nimmt die Sünder an. Dieses Trostwort kann allen helfen, die an der Sünde leiden und nicht wissen, wie sie herauskommen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an.

Heiner Lachmann

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung 

Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.

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