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23-10-15 Gott schenkt Frieden

Autor: kola 15.10.2023

Steppenbrandwolke mit Autostau in Südfrankreich

[Jesus sagte:] „Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da."
Matthäus 24,6

„Lieber Herr Klingeberg, wie denken Sie über die Krim-Krise? Wird sie zu einem dritten Weltkrieg führen, und findet dann die Wiederkunft Christi statt?"

Weltpolitische Krisenzeiten waren und sind immer auch eine besondere Einladung für „Endzeit-Spekulanten". Schon anlässlich der ersten Jahrtausendwende soll es so gewesen sein, und heute erleben wir es in immer kürzeren Abständen. Kaum hatte Edward Snowden die weltweiten Abhöraktivitäten des US-Geheimdienstes NSA enthüllt, schrieb mir jemand, er müsse mich unbedingt darüber aufklären, dass der Antichrist im Internet säße und „www" in Wirklichkeit 666 bedeute. Das war keineswegs witzig gemeint, aber ich gestehe, dass ich die oben zitierte Anfrage deutlich ernster genommen habe.
Ich bin immer wieder dankbar, dass Gottes Wort uns an den entscheidenden Punkten tatsächlich klare und Mut machende Antworten ermöglicht. Das gilt auch hinsichtlich dieser Frage, und es ist Jesus selbst, der uns in unserem Andachtswort diese Antwort gibt. Ja, es mag sein, dass sich manche Krisen unserer Zeit bedrohlich zuspitzen - „aber es ist noch nicht das Ende da". Mag auch die ganze Welt Kopf stehen und zu höchster Besorgnis Anlass geben, wird es doch nicht Herr Putin (oder jemand anders) sein, der die entscheidende Aktion einleitet oder gar das letzte Wort hat.
Schon dem Propheten Daniel wurde gesagt: Nicht die Mächtigen bewegen die Welt, sondern Gott bewegt die Mächtigen, wie es seinem Plan entspricht. Er hat das letzte Wort. Und das wichtigste Zeichen des Endes, das Jesus selbst uns nennt, ist nicht irgendeine globale Katastrophe, sondern die globale Verkündigung des Evangeliums: „Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie hören, und dann erst wird das Ende kommen." (Mt 24,14 NLB)
Das ist ein Punkt, der mich immer wieder bewegt: Christus schürt nicht unsere Ängste, damit wir nur ja „fit" sind für seine Wiederkunft, sondern er weckt Freude und Hoffnung, denn seine letzte Botschaft an diese Welt ist die Einladung zu Versöhnung und ewigem Leben. Deshalb will ich niemals irgendwelchen „Spekulanten des Endes" vertrauen, sondern allein seinem Wort, und ihm auch heute freudig entgegengehen.

Friedhelm Klingeberg

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung 

Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.

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