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23-10-08 Die Gedanken weisen den Weg

Autor: caspar 08.10.2023

Ein stolzer Hahn mit zwei Hühnern

Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird. Philipper 4,8 (Neue Genfer Übersetzung)

Eine alte Indianersage erzählt von einem Großvater, der seinem Enkelsohn wichtige Lebensweisheiten beibrachte. Der weise Mann sagte ihm: „Mein Junge, im Inneren eines jeden Menschen tobt ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Der eine Wolf ist böse, eifersüchtig, stolz, rachsüchtig und faul. Der andere ist gut, voller Freundlichkeit, Demut und Liebe. Diese beiden Wölfe kämpfen ständig miteinander." Nach einer kurzen Pause fragte der Junge zurück: „Und welcher von beiden gewinnt?" Der Großvater lächelte und antwortete: „Der, den du fütterst." Das Bild der Wölfe mag etwas überzeichnet sein – aber ist es nicht so, dass gute und auch schlechte Dinge auf uns einströmen und wir uns entscheiden müssen, womit wir unsere Gedanken „füttern"? Welche Art von Büchern lese ich? Welche Fernsehfilme schaue ich mir an? Womit beschäftige ich mich? Unsere Gedanken prägen nicht nur unsere Gemütslage, sondern auch unser Verhalten und letztlich sogar unseren Charakter. Wer sich ständig mit Sor-gen und Problemen beschäftigt, darf sich nicht wundern, wenn die Unzufriedenheit zunimmt und sich im täglichen Verhalten ausdrückt. Zwei Verse vor unserem Andachtstext schreibt Paulus: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!" Wenn ich mein Leben als ein Geschenk Gottes betrachte und sogar die Aussicht auf ein ewiges Leben bei Gott vor Augen habe, dann kann ich dankbar sein. Wenn ich entdecke, mit wie vielen guten Dingen Gott mich beschenkt hat, dann komme ich kaum um-hin, ihn zu loben. So wird mein Blick auf die guten, bewunderungswürdigen Dinge gerichtet. Dabei löse ich mich auch von den Blicken, die mich entmutigen und herunterziehen. Ich weiß, dass es nicht leicht ist, schlechte Angewohnheiten in gute umzuwandeln. Dazu sind Geduld und Beharrlichkeit nötig. Die zwölf Schritte der Anonymen Alkoholiker haben schon vielen Menschen gezeigt, dass es mit Gottes Hilfe möglich ist, den „bösen Wolf" in uns verhungern zu lassen und einen neuen, guten Weg einzuschlagen.
Günther Machel

Bibellese:
Morgens: Jesaja 32–33
Abends: Kolosser 1

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung 

Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.

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