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23-09-03 Gott präsentiert die Wahrheit

Autor: caspar 03.09.2023

Igel ißt einen Apfel

Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen. Johannes 5,39 (Elberfelder Bibel)

Zur Zeit des Neuen Testaments erwarteten viele Menschen einen „Gesalbten" (hebr. Messias, griech. Christus), der sie von der Fremdherrschaft der Römer befreien würde. Als ein Nachkomme des verehrten Königs Davids würde er anschließend den Thron in Israel einnehmen. Alttestamentliche Texte wie Jeremia 33,17 oder 2. Samuel 7,13 legten eine solche Vermutung nahe. Stattdessen erschien mit Jesus ein Wanderprediger, der das Reich Gottes verkündete und dabei zu Gewaltlosigkeit und Feindesliebe aufrief. Der Schriftgelehrte Saulus dachte, er würde Gott dienen, indem er Christen als Ketzer verfolgte, dabei arbeitete er auf diese Weise gegen das Reich Gottes. Schriftgelehrte und Pharisäer diskutierten oft mit Jesus über biblische Texte, aber sie erkannten ihn nicht als Messias. Einige frühe Christen (ehemalige Pharisäer) waren der Meinung, nur Beschnittene dürften in die Gemeinde aufgenommen werden, aber der Heilige Geist gab eine andere Antwort (Apg 15,5.8–9). So wertvoll das Studium der Bibel auch ist, es reicht offenbar nicht aus, um zur Erkenntnis der Wahrheit zu gelangen, wenn sich eine bestimmte Meinung erst einmal verfestigt hat. Vielleicht fügt Jesus deshalb seiner Aussage aus dem heutigen Bibeltext den Nachsatz hinzu: „Und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt." (Joh 5,40 EB) Was brauchen wir also, damit wir bei unserem Bibelstudium das Wesentliche erkennen? Zum einen eine Haltung, die ergebnisoffen an die Bibel herangeht. Ellen White schrieb einmal: „Wenn du die Bibel liest, um dein eigenes Gedankengut zu rechtfertigen, wirst du nie bei der Wahrheit ankommen. Lass alle diese Dinge zurück und wende dich in Demut zum Herrn, damit du hören kannst, was er dir zu sagen hat." (The Youth's Instructor, 24. Juli 1902) Zum anderen eine persönliche Beziehung zu dem, der die Mitte der Heiligen Schrift ist: Jesus Christus. Für Saulus/ Paulus war die persönliche Begegnung mit Jesus der entscheidende Wendepunkt seines Lebens (Apg 9). Schließlich: Wir sollten offen sein für die Antworten des Heiligen Geistes, auch wenn sie unsere bisherigen Erkenntnisse infrage stellen (wie damals bei der Apostelversammlung, siehe Apg 15). Ich bin zuversichtlich, dass er uns „in aller Wahrheit leiten" wird (Joh 16,13).
Thomas Lobitz

Bibellese:
Morgens: Psalm 146–147
Abends: 1. Korinther 15,1–28

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung 

Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.

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