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23-07-30 Garantiert!

Autor: caspar 30.07.2023

Straße zum Wasserturm

Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. Philipper 1,6

Unterwegs mit dem Motorrad. Was für ein Gefühl! Gut drauf, frei im Kopf genieße ich in jeder Kurve das Spiel mit der Physik. Doch unverhofft kommt oft. In einer Kurve bin ich zu schnell dran. Das Adrenalin steigt. Trotz Schräglage rückt der Fahrbahnrand immer näher. In meinem Hinterkopf entwickelt sich schon das schlimmste Szenario: In Bruchteilen einer Sekunde werde ich mich im Gelände wiederfinden ... Es ist nicht passiert, weil der liebe Gott seine Hand im Spiel hatte und mich gerade noch rechtzeitig an die wichtigste Kurvenregel erinnert hat: Schau voraus! Sieh immer dorthin, wo du ankommen willst. Es ist ein Naturgesetz: Wenn meine Augen den Straßengraben fixieren, werde ich auch todsicher dort landen. Blicke ich hingegen auf den Kurvenausgang, werde ich die brenzlige Situation mit hoher Wahrscheinlichkeit heil überstehen. Und schon habe ich beim Motorradfahren eine Lektion für mein Glaubensleben gelernt. Denn auch hier geht es um meine Blickrichtung. Wie ich es in den Himmel schaffe? An dieser eigentlich schon falsch formulierten Frage können sich bis heute die Gemüter erhitzen. Wird auf der einen Seite vehement allein auf das Gnadengeschenk Christi gepocht, betonen andere die guten Taten, die dem Glauben entspringen. Dass beide Aspekte ihre Berechtigung haben, macht die Sache nicht einfacher. Wer sich allein auf das Geschenk beruft, läuft Gefahr, zum Stümper zu werden. Und wer sich den Himmel erarbeiten will, landet früher oder später frustriert im Abseits. Mit Selbstdisziplin mag manches zu schaffen sein, aber auch die hat ihre Grenzen. Beim Blick auf uns und unser Tun bleibt uns der Himmel also eher fern. An uns sind einfach zu viele Ecken und Kanten, die dem Ziel im Wege stehen. Aber beim Blick auf den Erlöser wandelt sich Gottes Reich von einem allzu schönen Traum zu einer Realität, die wir schon hier auf dieser Erde erleben können. Deshalb: Schau auf Christus, sieh dorthin, wo du ankommen möchtest. Orientiere dich an ihm, denn wie der Philippertext sagt: „Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden." Jesus ist und bleibt der Garant für deine Erlösung.
Gerhard Gregori

Bibellese:
Morgens: Psalm 57–59
Abends: Römer 4

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung 

Die hier wiedergegebene Andacht ist aus dem Andachtsbuch des Advent-Verlag Lüneburg entnommen. Die folgenden Links führen zu verschiedenen Versionen des aktuellen Andachtsbuchs: als Buch, als PDF.

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