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no risk no fun

Autor: caspar 26.01.2019

Da rief Petrus: „Herr, wenn du es wirklich bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen."
„Komm her!", antwortete Jesus. (Matthäus 14,28–29, Hoffnung für alle)


Gegen vier Uhr morgens kam Jesus auf dem Wasser zu ihnen. Auf dem Wasser! Das war für die Jünger zu viel. Kein Wunder, dass sie in ihrer Erschöpfung schon ein Gespenst vermuteten. Jesus musste sie aus der Ferne beruhigen: „Ich bin es doch, fürchtet euch nicht!" (V. 27 Hfa)

Petrus, der Schnellste von der Truppe, wagte als Einziger den Schritt über die Reling. Ich denke, dass es dafür zwei Gründe gab.

Erstens: Petrus wollte etwas erleben; er war experimentierfreudig. Interessant ist, dass Jesus ihn dafür nicht tadelte, sondern ihn ermutigte, aus dem Boot zu steigen.

Gott will, dass wir etwas erleben. Weil er ein lebendiger Gott ist, darf Glaube keine graue Theorie bleiben. Wer sich für Jesus entscheidet, wählt nicht nur das Leben, sondern entscheidet sich für ein aufregendes, spannendes Leben!

Aber es gab einen zweiten Grund: Petrus handelte auf Befehl. Er hatte nämlich gerufen: „Herr, wenn du es wirklich bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen." „Wenn du es wirklich bist": Petrus wollte Gott und seine Macht auf die Probe stellen. Er wollte einen Beweis für die Echtheit Jesu haben; denn er wollte keinem Phantom folgen, keiner Einbildung seiner Fantasie, sondern dem wahren, allmächtigen Gott!

Wir brauchen nicht blind zu glauben oder unseren Verstand abzuschalten, sondern können Gott – wie Petrus – testen, ihn auf die Probe stellen, Erfahrungen mit ihm machen.

Petrus stieg nicht auf eigene Faust aus dem Boot, sondern auf den Befehl Jesu hin. Das ist Gehorsam: praktizierter Glaube. Glaube ist mehr als ein Wunsch, Glaube ist Mut zur Tat, Mut, Jesus beim Wort zu nehmen. Glaube, der nicht zur Tat wird, ist tot.

Glaube, der Jesus beim Wort nimmt, ist immer ein Wagnis. Aus dem Boot auszusteigen schließt das Risiko mit ein, Fehler zu machen, – aber ebenso die Chance, mit Jesus zu neuen Ufern aufzubrechen und dabei seine Größe und seine Liebe zu erleben. Dass Jesus den Sturm stillen konnte, das erlebten anschließend alle, aber dass die Hand Jesu trägt, das erlebte nur der eine, der etwas wagte – auch wenn er dabei nasse Füße bekam. (Elí Diez-Prida)

 

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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